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Was für eine Odyssee!

Geschrieben von RC Schneider

25.03.2021

Das ist übrigens mein erster Blogeintrag überhaupt! Kein Witz, ich hab zwar schon einiges machen dürfen, vom Durchwandern der Wüste in Mexiko bis zu dem Schreiben meiner Lehrbücher, aber einen Blog schreiben? Nee Fehlanzeige. Aber es gibt ja immer ein erstes Mal, also herzlich Willkommen und los gehts!

Ich möchte hier gerne ein paar Zeilen loswerden und ein wenig über die Entstehung der Bücher und die Arbeit dahinter erzählen. Also wenn es dich interessiert wie viel Arbeit es macht Bücher zu schreiben (es mussten ja bei mir gleich drei auf einmal werden...), 75+ Audiotracks dazu zu produzieren, 14 Bonusvideos aufzunehmen und einen Shop dafür zu erstellen, dann bist du hier richtig!

Und ja, das klingt nach verdammt viel Arbeit. Und ist es auch. Angefangen hat das ganze vor gut einem Jahr mit den ersten Schulschließungen und dem verhängten "Lockdown". Ich war zu der Zeit, neben meiner Arbeit als Schlagzeuglehrer, als unterstützender Musiklehrer und Kursleiter für 10 Stunden in der Woche an einer Mittelschule tätig. Ich mag diesen Job, der Kontakt zu Jugendlichen ist immer lustig und erfrischend und generell bin ich dem System Schule gegenüber positiv eingestellt. Doch dann Lockdown. Von heute auf morgen waren diese 10 Stunden weg. Dazu weniger Kohle, da es Honorarjobs waren (die nur bezahlt werden wenn sie stattfinden), dafür aber plötzlich mehr Zeit zur Verfügung.

Aber ich bin kein Typ der dann Trübsal bläst und nicht weiß, was er jetzt machen soll. Ich schätze, das kommt von meiner Zeit als Skateboarder, auf die Fresse fliegen, wieder aufstehen und weiter fahren - meine Devise. Dazu steckt in mir einfach der Unternehmergeist und ich habe Lust, Dinge auf die Beine zu stellen. Unternehmen kommt ja auch von "unternehmen" und nicht von "unterlassen"!

Der Blick auf meinen großen Ordner, mit meinem bis dato geschriebenen und gesammelten Material für den Schlagzeugunterricht, gab mir den entscheidenden Anstoß: "Ganz klarer Fall - das geht besser als mit diesem Ordner! Ich bringe die Noten in eine sinnvolle Struktur und bringe meine eignen Lehrbücher heraus!" Zack, bumm - somit war meine Entscheidung gefallen. Und für mich bedeuten Entscheidungen alles und ich stehe auch zu 100 % dazu. Ich glaube den wenigsten Menschen ist die Kraft einer Entscheidung (und die Konsequenz der damit verbundenen Verantwortung) wirklich bewusst. Ich bin fest davon überzeugt, dass man mit der Kraft der Entscheidung sein Leben zu jeder Sekunde ändern kann.

Aber so leicht war es dann doch nicht. Die ersten Wochen habe ich nur sortiert, eingeteilt und überlegt, wie sich das alles am besten gliedern lässt. Für Schlagzeug gibt es, wie für so gut wie jedes Instrument, unfassbar viele Übungen, Konzepte und Techniken. Meine erste Einteilung sah dann neun kleinere Bücher vor: BASIC I,II,II, ADVANCED I,II,II und PRO I,II,II. Da mir das aber zu kompliziert erschien und ich auch ein Freund der Einfachheit bin, habe ich das Material weiter verdichtet. Nun waren es zwei Bücher pro Einteilung BASIC, ADVANCED, PRO, und schließlich habe ich es noch weiter zusammengeführt und jeweils ein Buch herausgearbeitet. Das Ergebnis fühlte sich gut an, ich war auf dem richtigen Weg.

Weiter ging es mit unzähligen Stunden und einer Tasse Tee oder Kaffee vor dem Rechner. Dazu: Finale. Endlos lange Abende mit... Finale. Und wieder Finale (für alle die es nicht kennen, es ist eine Software zum Noten schreiben). Und wieder Finale, Finale, Pupale. Bitte nicht falsch verstehen, Finale ist eine großartige Software, aber über 200 Seiten damit zu erstellen war ein richtiger Knochenjob. Aber egal, da musste ich nun durch. Irgendwann war das dann auch geschafft und inzwischen wurde es langsam Sommer.

Und gleich die nächste Hürde: Ich musste die Noten ja in ein Buchlayout bringen! Nach kurzer Recherche landete ich beim Klassiker Adobe Indesign. Der Standard sozusagen, welcher von tausenden Designern verwendet wird. "Aber das kostet ja XXX€ pro Jahr!" so mein Aufschrei beim Erblicken des Preismodells. Und ich mag einfach keine Abo-Modelle. Dieses jährlich für Software zur Kasse bitten ist überhaupt nicht mein Fall. Ich möchte für etwas einmalig bezahlen und es dann nach meinem Gusto nutzen! So gehört sich das. Deswegen wird es bei 360 Drums auch niemals Abo-Modelle geben – dafür stehe ich mit meinen guten Namen!

Es war dann meine liebe Frau die nur beiläufig kommentierte: "Google doch mal nach Indesign Alternativen." Und dann ging plötzlich die Sonne auf, es erschien auf meinen Bildschirm: Affinity Publisher. Kurz überprüft und für tauglich eingestuft, wurde der EINMALIG fällige Betrag direkt gezahlt und die Software installiert. Bis heute bin ich Fan und kann den Publisher bedenkenlos weiter empfehlen!

Aber Moment, wie funktionert die Software überhaupt? Sooo viele Knöpfe, Optionen und Einstellungen... Und was macht gutes Buch-Design aus? Also ab und Kurse gemacht und die Software bedienen gelernt (das dauerte auch mehrere Wochen...).

Dann begann der nächste große Schritt: Ich musste die Bücher in eine ansprechende Form bringen, ein Layout finden, die Finale Noten setzen, Texte schreiben, Fotos machen, die Cover aussuchen, Inhaltsverzeichnisse erstellen, die Vorwörter schreiben, die Lehrplanübersicht erstellen, Verlinkungen setzen, Fehler in den Noten ausbessern, die Buchrückseite gestalten, Rechtschreibung korrigieren (lassen) und das alles immer wieder exportieren, überprüfen, ausbessern und wieder exportieren, wieder ausbessern und wieder exportieren, dann wieder ausbessern und exportieren, und wieder ausbessern und wieder... ok ihr wisst Bescheid. Mittlerweile sind wir mitten im Herbst angekommen.

Als nächstes stand die Produktion der Audiotracks bevor. Da es unmöglich war alles zu vertonen, musste ich erstmal auswählen, welche Übungen ich mit einem Audiotrack begleiten will. Ich kam pro Buch auf ca. 25 Übungen, was in Summe 75 Audiotracks ausmacht. Dieses Paket zu üben und einzuspielen machte dabei nur den kleineren Teil der Arbeit aus. Der Löwenanteil war das Schneiden, Einsprechen und Exportieren der Mp3s. Das zog sich über etliche Wochen und bei einem Blick aus dem Fenster, lag mittlerweile Schnee.

Nachdem die Audiotracks dann fertig waren, habe ich noch eins drauf gesetzt und 14 Bonusvideos, hauptsächlich zu den Übungen am Practice Pad, produziert. Das ging verhältnismäßig schnell, in drei Wochen war ich durch. Mir war es einfach wichtig noch einen coolen Bonus für alle Buchkäufer on top zu liefern.

Nun aber ab in die finale Phase: Die Produkte stehen und jetzt fehlt nur noch der Shop! Nur ein Online Shop, ist doch kein Ding! Also ab in die Tiefen des Netzes und erstmal recherchieren, was zur Zeit die besten Lösungen auf dem Markt sind. Da ich mit WordPress und dem Pro Cymbals Shop bereits Erfahrung sammeln konnte , fiel meine Entscheidung relativ schnell.

Ein paar Wochen später stehe ich nun hier und du liest diese Zeilen. Das bedeutet, ich habe auch den letzten Schritt gemeistert und bin richtig froh, das wohl größte Soloprojekt meines Lebens veröffentlichen zu dürfen.

Ich hoffe du erlebst eine spannende Reise mit den Büchern, den Produkten und dem Shop! Ich hatte sie beim Schreiben und Produzieren auf jeden Fall.

In diesem Sinne, frohes Stöbern und Einkaufen im neuen 360 Drums Shop!

Bis zum nächsten Blog

RC

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